ES WAR VIEL LOS AM 15. MÄRZ 2025 . . . Die Museumsdruckerei lockte zwischen 13 und 17 Uhr ca. 90 Menschen aller Altersstufen an, die von nah und fern kamen und von fachkundig bis einfach nur neugierig waren. Es wurde ein fröhlicher, sonniger Nachmittag, der die Druckkunst mit vielen Mitmachangeboten erlebbar machte und würdigte.
- Nachdem am Eingang der statistische Stempel das Prinzip Hochdruck geklärt hatte, standen direkt die ersten Druckerfahrungen am großen Schwungrad des Golding Jobbers und am Handtiegel mit ihrer so schön sichtbaren Mechanik an.
- Danach konnte man sich einer beliebig detailreichen Führung durch 500 Jahre Druckgeschichte anschließen: Von Gutenbergs bahnbrechenden Entwicklungen um das Jahr 1450 bis zur beeindruckenden Technik der Linotype Zeilengießmaschine von 1950, von Blockdruck bis Klischograph, Holzlettern bis Diatype, Feder und Tinte bis Lochbandfernschreiber, Spielkarte bis Tageszeitung – (fast) alle Fragen konnten beantwortet werden.
- Einige Drucktechniken und Druckmaschinen konnten selber ausprobiert werden, ebenso wie das Schreiben mit Gänsefedern und Tinte. An der urigen „Filznudel‟ wurden eigenen kleine Kunstwerke gedruckt, die zuvor in Schaumkusskarton geritzt worden waren. So entstanden auch die ersten Federn für den Phönix, der als Gemeinschaftsprojekt bis zum nächsten Tag der Druckkunst weiter wachsen soll.
- An einer Korrex wurden Postkarten gedruckt, an einer anderen Station mit Strukturwalzen Muster auf Papier gezaubert, aus dem dann hübsche kleine Geschenkschachteln gefaltet wurden. Viele Linolschnitte lagen zur Auswahl bereit, die mit eigenhändig gesetzten Texten kombiniert werden konnten – die drei Handpressen liefen im Dauereinsatz.
Erst als die Gäste gegangen waren, wurde in der Runde bei stärkendem Kaffee, Kuchen und Käse, so richtig klar, wie viele interessante Gespräche und Begegnungen stattgefunden hatten und neue Kontakte geknüpft worden waren. Als dann das Außeneinsatzteam meldete, dass sie erfolgreich und wohlbehalten wieder zu Hause angekommen waren, fand dieser schöne Tag sein befriedigendes Ende – mit der Aussicht auf viel Räumerei und ein wenig Maschinenrochade, da wir zeitnah den schweren Heidelberger Tiegel austauschen.
Kommentar schreiben